Kopfhörer: die verkannte Gefahr

April 2012 - Mit den ersten Sonnenstrahlen steigt bei vielen die Lust, draußen aktiv zu werden. Häufige Begleiter: MP3-Player oder Musik-Handys samt Kopfhörer und Lieblingsband. Doch die meisten unterschätzen die Auswirkungen der Beschallung auf ihre Hörfähigkeit. Entgegen aller Annahmen spielt dabei nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Dauer eine Rolle für eventuelle Schäden am Gehör.

Setzen Musikfans ihre Ohren längere Zeit hohen Schallpegeln aus, kommt es zu einer Unterversorgung der Haarzellen im Innenohr mit Nährstoffen und damit zu einer vorübergehenden Schwerhörigkeit. Normalerweise erholen sich die Zellen wieder und Betroffene hören spätestens am nächsten Morgen wieder ganz normal. Beschallen sie ihre Ohren aber dauerhaft und gönnen ihnen keine Ruhepause, sterben die Haarzellen und sind unrettbar verloren. Spätestens, wenn ein Summen auftritt oder das Gefühl von Watte im Ohr entsteht, müssen die Stöpsel raus. Diese Symptome stellen ein Warnsignal dar und weisen darauf hin, dass die Haarzellen leiden. Grundsätzlich gilt: auch Ohren brauchen Ruhepausen. Wer seinen Hörsinneszellen zwischendurch immer wieder Gelegenheit gibt, ihr Stoffwechselgleichgewicht wieder herzustellen und es auch in punkto Lautstärke nicht dauerhaft übertreibt, braucht keine bleibenden Schäden befürchten.

Mehr Nachrichten:

27. September 2022

Coronaschutz: Was Praxen jetzt wissen müssen

26. September 2022

Tag der Praxis 2022

06. September 2022

Neu im Land und schwerhörig

05. September 2022

Tele-Reha – Neue Innovation bei Kehlkopfkrebs

16. August 2022

Aktionstag – Protest gegen Honorarkürzung

03. August 2022

Apps, die Hören helfen – 3 Empfehlungen

03. August 2022

Hyperakusis – ein unterschätztes Phänomen

03. August 2022

Tag der Praxis und Generalversammlung

03. August 2022

Zungenbrennen richtig behandeln

19. Juli 2022

Opto-genetisches Cochlea-Implantat verbessert Hörqualität

© 2021 by HNOnet