Mundgeruch

Etwa jede/r Vierte leidet unter Mundgeruch. Besonders tückisch: Betroffene erkennen ihren schlechten Atem selbst meist nicht. Wer dann keinen Vertrauten in seiner Umgebung hat, der einen wohlgemeinten Tipp gibt, hat es schwer. Mit einem Trick kann jeder selbst testen, ob er/sie an Mundgeruch leidet. Ein paar Mal über den unparfümierten Handrücken mit der Zunge fahren und einige Sekunden warten. Eventuellen Mundgeruch können Betroffene dann am Handrücken riechen. Bei dauerhaftem Mundgeruch sollten sich Patientinnen und Patienten nicht lange mit Kaugummis & Co. selbst therapieren, sondern eine HNO-Ärztin / einen HNO-Arzt aufsuchen.

Ob Mundspray, Kaugummi oder Mundspülung – solche Produkte wirken meist nur kurzfristig. Übeltäter für Mundgeruch sind fast immer Bakterien. Heißen sie „Karius & Baktus“, eignet sich die Zahnärztin / der Zahnarzt als erster Ansprechpartner. Doch auch HNO-Ärztinnen und -Ärzte kennen viele Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes, die zu Mundgeruch führen. So verursachen zum Beispiel Nasennebenhöhlenentzündungen durch einen ständigen Schleimfluss in den Rachen manchmal einen schlecht riechenden Atem. Häufig wird Mundgeruch auch von chronisch entzündeten Mandeln verursacht. Diese sondern ein Sekret ab, das als sogenannter Detritus als weiße Stippchen auf den Mandeln erkennbar ist. Wenn Mundgeruch dann auch nach häufigem Gurgeln mit Kamillentee oder Mundspüllösungen nicht verschwindet, HNO-Ärztin / HNO-Arzt aufsuchen. Eine weitere häufige Ursache für Mundgeruch ist ein Magensäurerückfluss, der sich nicht immer gleich als Sodbrennen äußern muss. Auch hier kann die HNO-Ärztin / der HNO-Arzt durch eine endoskopische Untersuchung Hinweise finden.

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